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Verdensia Haus Wappen
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Geschichte der Verdensia

Am 8. März 1860 wird Verdensia von ehemaligen Schülern des Verdener Dom-Gymnasiums in Göttingen gegründet. In den ersten Jahren gehörte man zu den schwarzen Verbindungen, den sogenannten Blasen, die sich im Jahre 1861 zum Göttinger Blasenconvent zusammenschlossen. Jedoch schon ein Jahr später tritt Verdensia wieder aus. Im WS 1863/64 nimmt man den Artnamen “Landsmannschaft” an und es werden eigene Waffen (Schläger) mit den Farben des Verdener Stadtwappens: schwarzes Kreuz auf silbernem Grund angeschafft. Im selben Jahr Anschaffung eigener Couleur, Mütze und Band in den Farben schwarz-weiß-schwarz.

Im Sommersemester kommt ein erster Brief der L! Ghibellinia Tübingen an die L! Verdensia, mit dem Vorschlag, alle Landsmannschaften sollen in einem Verband zusammengefaßt werden. Dies führt am 1. März 1868 zur Gründung des “Allgemeinen Landsmannschafterverbandes” in Kassel. Gründungslandsmannschaften sind: Ghibellinia Tübingen, Teutonia Bonn, Teutonia Halle, Makaria Würzburg und Verdensia Göttingen. 1872 wird der Verband in “Coburger Landsmannschafterconvent” umbenannt.

Die Aktivitas der L! Verdensia wird 1876 Corps Verdensia im KSC, welches bis 1880 besteht. Viele Alte Herren folgen dem Beispiel der Aktivitas und die Landsmannschaft Verdensia muß suspendieren. Die Alten Herren des Corps treten 1923 dem Corps Hercynia (heute: Teutonia-Hercynia) bei. Im WS 1883/84 wird Verdensia von den Alten Herren Willige und Bock unter Mithilfe der Landsmannschaften Troglodytia Kiel und Neoborussia Halle wieder aufgemacht. Im Jahre 1885 schließt sich Verdensia dem Silberkartell an. Am 14. Dezember 1888 wird der Bund nach einem Konflikt mit den Universitätsbehörden vom Rechtshilfeausschuß "in aeternum" aufgehoben. Eine erneute Wiederaufmachung scheint aussichtslos. Jedoch wird Verdensia 1902 mit Hilfe der L! Gottinga (zwei Unterstützungsburschen) wiedereröffnet, nachdem zwei vorangegangene Versuche im Coburger LC und Arnstädter LC erfolglos waren. 1905 folgt eine erneute Vertagung des Bundes. Im Jahre 1910 erfolgt die Wiedereröffnung durch AH Brandt unter Mithilfe des Silberkartells und 20 ehemaligen Mitgliedern der aufgelösten Verbindung Markomannia. Bis zum 1.Weltkrieg verlaufen die Semester gut. Durch den Krieg ist eine Aufrechterhaltung des Bundesleben nahezu unmöglich. Wieder ist es Ferdinand Willige, der die nach dem Krieg verstreuten Bundesbrüder nach Göttingen ruft und ein “normales” Bundesleben ermöglicht. 1924 wird das eigene Haus in der Theaterstr. 15 erworben. Die ersten Jahre gestalten sich schwer, da der vormalige Besitzer sich das Wohnrecht vorbehält und sich das Aktivenleben auf die beiden unteren Stockwerke beschränken muß. Die Machtübernahme der Nazis im Jahre 1933 beginnt das Korporationsleben einzuschränken. Trotz der anfänglichen Aufhebung des Mensurverbotes kommt es in allen gesellschaftlichen Bereichen zur Gleichschaltung. Es werden Kameradschaftshäuser eingerichtet und Pflichtdienste in nationalsozialistischen Organisationen, wie z. B. der SA, für alle Studenten eingeführt. HJ-Mitgliedern ist es verboten, in Koorporationen einzutreten. 1936 werden die Verbindungen verboten und in die NS-Wehrschaften überführt. Der Altherrenverband der L! Verdensia benennt sich in "Vereinigung alter Verdenser" um, in Coburg wird die Auflösung der Deutschen Landsmannschaft (DL) beschlossen. Um das Haus nicht zu verlieren, wird es an den AH Ruhstrat verkauft. Obwohl damit das Aktivenleben beendet ist, versuchen die Nazis in den folgenden Jahren auch, den Altherrenverband zu zerstören, jedoch erfolglos.

Nach Beendigung des Krieges ist eine Wiederbelebung des Bundes sehr schwer, zumal das Haus von den Allierten beschlagnahmt ist. So kommt es erst 1947 zu einem ersten Treffen ehemaliger Verdenser in Göttingen. Das 90. Stiftungsfest findet 1950 in Hannover statt. Im Jahre 1951 erfolgt die Rekonstitution der Verdensia in Göttingen, und die junge Aktivitas führt kurz darauf das Fuchsenband in den Farben: ,weiß-schwarz-weiß' ein. Die Schwächung des Altherrenverbandes durch Krieg und Zonengrenze, ließ die Frage nach Unterstützung durch andere Verbindungen entstehen. Dies führte am 10. 05. 1952 zur Verschmelzung mit der L! Sedinia Berlin. Sie wurde durch die Bekanntschaft der beiden, in Celle ansässigen Altherrenvorsitzenden Dr. Dahlgrün Verdensiae und Dr. Deckwirth Sediniae begünstigt.

Die Landsmannschaft Verdensia

08.03.1860
Verdensia wird von ehemaligen Schülern des Verdener Dom-Gymnasiums in Göttingen gegründet.
1863
Verdensia nimmt den Artnamen Landsmannschaft an. Auf Grundlage des Verdener Stadtwappens: Schwarzes Kreuz auf silbernem Grund, wird ein eigenes Couleur, Mütze und Band in den Farben schwarz-weiß-schwarz angeschafft.
01.03.1868
Gründung des Allgemeinen Landsmannschafterverbandes in Kassel. Auf diesen Verband geht der heutige Coburger Convent zurück. Verdensia gehört zu den Gründungslandsmannschaften, welche den entscheidenden Schritt in Kassel vollzogen haben. Zu den Gründungslandsmannschaften gehören: Ghibellinia Tübingen, Teutonia Bonn, Teutonia Halle, Makaria Würzburg und Verdensia Göttingen
1885
Verdensia schliesst sich dem Silberkartell an
14.12.1888
Der Bund wird nach einem Konflikt mit der Universitätsbehörde aufgehoben. Eine Wiederaufmachung scheint aussichtslos.
1902
Wiedereröffnung der Verdensia
1914
Während des Ersten Weltkrieges kommt das Verbindungsleben zum Stillstand. Nach dem Krieg, bei dem 15 Verdenser gefallen sind, wird ein normales Bundesleben wieder aufgenommen.
1924
Erwerb des eigenen Verbindungshauses in der Theaterstrasse 15 in Göttingen
1936
Verbot der Verbindungen. Verdensia wird vertagt. Der Altherrenverband der Verdensia benennt sich in “Vereinigung alter Verdenser” um, damit er von den Nazis nicht aufgelöst wird.
1951
Nach dem Krieg findet die Rekonstitution Verdensias statt
10.05.1952
Die personelle Lage des Bundes ist durch die Folgen des Krieges sehr geschwächt, eine Verschmelzung mit einer anderen Verbindung ist unerläßlich. Es kommt zur Verschmelzung mit der Landsmannschaft Sedinia Berlin, und Verdensia führt die Tradition der Sedinia fort. Auf unserem Haus gibt es daher ein Sedinenzimmer und die Chargierten und die Alten Herren tragen das Band der Landsmannschaft Sedinia.

Verdensia ist eine innovative und geschichtsträchtige Verbindung. Wir empfinden schon ein bisschen Stolz, ’Farben’ einer mehr als 140 Jahre alten Vereinigung zu tragen, der u.a. der Schriftsteller Hermann Löns, der Botschafter und letzte Außenminister des Kaiserreichs Hermann Otto Solf, der international renommierte Mathematiker Schütte oder auch heute der Niedersächsische Umweltminister Sander angehören bzw. angehörten.

Links und weitere Informationen

Korporation

Coburger Convent
Couleurstudentische Informationen

Silberkartell

L! Hasso-Borussia Marburg
L! Neoborussia Halle zu Freiburg
L! Plavia-Cheruskia München
L! Saxo-Suevia Erlangen
L! Thuringia Berlin
L! Troglodytia Kiel

Freundschaftsbünde

L! Alemannia Makaria Würzburg
L! Ghibellinia Tübingen
L! Teutonia München
L! Teutonia Bonn

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