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Verdensia Haus Wappen
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FAQ - Häufig gestellte Fragen

Was ist eigentlich eine Verbindung?

Verbindungen (Korporationen) sind studentische, auf lebenslange Verbundenheit angelegte Hausgemeinschaften mit folgenden charakteristischen Merkmalen:

Solidarprinzip: Ältere und jüngere Studierende helfen sich gegenseitig beim Studium, und sie werden von den Ehemaligen unterstützt bei ihrer fachlichen und persönlichen Entwicklung.

Verbindungen versuchen, Traditionen fortzuführen, die eng mit der Entstehung der deutschen und europäischen Universität verbunden sind.

Selbstverwaltung nach demokratischen Grundsätzen: Haus und Hausgemeinschaft werden von einem aus der Mitte der Gemeinschaft für befristete Zeit gewählten Vorstand (den Chargen) gemanagt. Alle wichtigen Entscheidungen werden auf Mitgliederversammlungen (Conventen) getroffen.

Finanzielle Unabhängigkeit: Das Verbindungshaus ist Eigentum der Gemeinschaft, die durch Beiträge auch die laufenden Ausgaben bestreitet.

"Corporate Identity": Äußeres Zeichen dafür sind die Embleme und Farben (in unserem Falle schwarz – weiß –schwarz). Derartige Formen ihrer "Schauseite" hindern Verbindungsstudenten nicht daran, modern, aufgeschlossen, tolerant und zielstrebig zu sein.

Verbindungen schließen sich in Feiern, Festen, Ausflügen, Treffen und sonstigen Unternehmungen der überaus zeitgemäßen Idee an, daß Universitäten nicht ausschließlich Lernfabriken zur effektiven Produktion von hochangepaßten Akademikern sein sollten.

Ich will mein Studium möglichst schnell durchziehen.

Ist das mit einer Mitgliedschaft in einer studentischen

Verbindung vereinbar?

Richtig ist: ein komplettes Haus mit zahlreichen Zimmern, Funktions- und Aufenthaltsräumen zu managen und - mit der Hilfe eines Hausmeisters und ggf. anderer ‚dienstbarer Geister’ - in Schuss zu halten kostet Zeit. Zeit kostet auch die Wahrnehmung von (meist auf ein Semester befristeten) Ämtern wie Kassenwart, Chargierter (einer der drei Vorsitzenden einer Verbindung).

Richtig ist aber auch: Die zeitliche Inanspruchnahme übersteigt nicht das, was Du hoffentlich auch sonst für Deine Freizeit abzweigen willst und kannst. Und: all dies ist unter dem Gesichtspunkt der Persönlichkeitsentwicklung – welcher Abiturient wird sich selbst heute als „fertig“ betrachten? - sinnvoll investierte Zeit. Soziale Kompetenzen, Selbstorganisation, rhetorische Fertigkeiten, ja selbst ein gewisses Entertainment-Talent sollte jeder, dem das nicht ohnehin in die Wiege gelegt ist, lernen oder pflegen.

Ich will in absehbarer Zeit die Uni wechseln oder eine

Zeitlang im Ausland studieren. Passt das mit einer

Mitgliedschaft in einer Verbindung zusammen?

Auf jeden Fall! Das wird von uns selbstverständlich unterstützt. Nach drei Semestern Aktivenzeit können die Verbindungsmitglieder jederzeit außerhalb Göttingens, sei es im Ausland, sei es an einer anderen deutschen Universität, ihr Studium fortsetzen. Wenn schon vorher ein Studienortwechsel geboten ist, kann man dafür „beurlaubt“ werden. Studienbelange genießen bei uns in jedem Falle absoluten Vorrang.

Fechten – muß das sein? Und was passiert da eigentlich?

Als „schlagende Verbindung“ betreiben wir den Sport des studentischen Fechtens. Bei Verdensia werden heute zwei sogenannte Bestimmungsmensuren gefochten. Nach sorgfältiger Vorbereitung fechten zwei absolut gleichstarke bzw. – schwache „Paukanten“ nach strengen und genauen Regeln gegeneinander. Jede ernsthafte Gesundheitsgefährdung ist ausgeschlossen, weil Körper und Kopf mit Ausnahme des kleinen Bereichs oberhalb der Augenschutzbrille abgedeckt sind. Bei diesem fairen und spannenden sportlichen Wettstreit ist es natürlich das Ziel, keinen „Schmiß“ (Schlag, Schramme) abzubekommen („Kunst der Selbstverteidigung“). Und wenn es doch aufgrund eines eigenen Fehlers (nobody is perfect) zu einem solchen kommt, handelt es sich um eine absolut harmlose Verletzung. Jedes Fußballspiel oder Tennismatch, von Boxkämpfen oder Fun- und Extremsportarten ganz zu schweigen, birgt weitaus höhere Verletzungsrisiken.

Warum sind eigentlich keine Frauen in der Verbindung?

Wir legen großen Wert darauf, daß unsere Frauen und Freundinnen, auch ohne förmliches Mitglied zu sein, am Verbindungsleben teilnehmen. Ein Blick auf unser Veranstaltungsprogramm zeigt, daß es dazu zahlreiche Gelegenheiten gibt. Damen sind zu nahezu allen Veranstaltungen eingeladen.

Warum Farben tragen?

Verbindungen besitzen eine Identität. Man besucht „seine“ Verbindung, „sein“ Verbindungshaus. Deshalb haben sie einen eigenen Namen (wie ja auch die Universität, die Du zum Studium ausgesucht hast). Dieser Name ist meist topographischer Natur, weil die Verbindungen ursprünglich häufig ein Zusammenschluss von Studenten einer Region, einer Nation, einer Stadt waren.

Manchmal hört man, gewisse Verbindungen seien

“rechtslastig” und ausländerfeindlich

Unsere Satzung verpflichtet uns zu strikter weltanschaulicher, parteilicher und konfessioneller Offenheit und Neutralität. Wer bei uns Vorstellungen vertreten will, die nicht mit unserer Verfassung bzw. dem Grundgesetz voll übereinstimmen, hat bei uns nichts zu suchen. Ein allgemeinpolitisches Mandat nimmt der Zusammenschluss aller Landsmannschaften und Turnerschaften (der Coburger Convent) nicht in Anspruch. Davon abgesehen schließen sich Verbindungsleben und Betätigung in einer politischen Partei nicht aus. Folglich gibt es ein Nebeneinander unterschiedlicher politischer Überzeugungen, bei dem Meinungsvielfalt, Toleranz und Liberalität gefördert werden.

Betreiben Verbindungen Protektion ihrer Mitglieder?

Zugegeben: Protektionismus im Sinne eines Schutzes gegen unliebsame Konkurrenz war der deutschen Gesellschaft einst nicht fremd. Aber diese Netzwerke, die etwa von Adel, Militär und sicherlich auch Korporierten unterhalten wurden, sind längst passé. Richtig ist aber, daß die lebenslange, freundschaftliche Verbundenheit und damit die selbstverständlich gern erfüllte Pflicht, sich gegenseitig mit Rat und Tat zu unterstützen, zu unseren Prinzipien gehören. Dies bedeutet schon eine wichtige Hilfe in Studium und Berufsleben. Schon daß sich Ältere und Jüngere gleicher oder verwandter Fächer bei mancherlei Begegnungen sprechen und kennenlernen, ist von Vorteil. Was beschäftigt junge Akademiker, je näher das Examen rückt, am meisten? Sie finden vielfach einfach keinen Job, egal, wie sie abschließen werden oder abgeschlossen haben. Dagegen gibt es kein Patentrezept. Auch wir haben keines. Aber daß sich dieses Problem in einer Gemeinschaft von gegenwärtig rund 130 Ehemaligen (Alumni) besser bewältigen lässt denn als Einzelkämpfer, liegt auf der Hand.

Wie sieht denn konkret so ein Semesterprogramm aus?

Neben einigen standardmäßigen, sich wiederholenden und obligatorischen Veranstaltungen wird jedes Semester individuell geplant und vorbereitet. Dabei gibt es u.a.:

  • Wanderungen, Reisen, Kurztrips, Touren
  • Theater-, Opern- und Konzertbesuche
  • Vortragsabende, fachbezogene Einführungen und Kompaktkurse zu allgemeinbildenden Themen
  • Partys, Grillabende
  • Sportstunden
  • Fakultätenabende und berufspraktische Informationstage
  • Spieleabende

Was Du machen kannst, um uns näher kennenzulernen?

Komm einfach vorbei! Jederzeit, ohne förmliche Einladung. Natürlich bezahlt man keinen Eintritt zu irgendwelchen Veranstaltungen auf dem Hause.